Die Festspielpräsidentin über Mut und Entscheidungen

Das Bankhaus Spängler lud zu einem “Ladies Brunch” mit Dr. Helga Rabl-Stadler in das Restaurant nullneun im MP09 in Graz. Die langjährige Präsidentin der Salzburger Festspiele zeichnet nicht nur für internationale Erfolge und eine umfassende Renovierung und Modernisierung der Festspielhäuser verantwortlich, sondern brachte auch in Zeiten von Corona mit viel Mut und Willensstärke ein modifiziertes Festspielprogramm anlässlich des 100-jährigen Jubiläums erfolgreich über die Bühne, wofür sie große Anerkennung im In- und Ausland erntete. Denn "wo der Wille nur erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht", ist sie überzeugt. Vor über 70 begeisterten Damen aus der Steiermark gab sie − unter Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien zum Schutz vor Covid-19 − spannende Einblicke in ihre Tätigkeit und appellierte an den Mut und den Zusammenhalt der Frauen. 

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Im großzügigen und luftigen Innenbereich des Restaurants nullneun in Graz fand der Ladies Brunch unter Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien zum Schutz vor Covid-19 statt. 

Sichtbar sein und keine Angst vor dem Scheitern haben

Die Festspielpräsidentin spannte den Bogen von der Geschichte der Salzburger Festspiele über ihre Relevanz für Künstler und Bevölkerung – vor allem in Krisenzeiten – bis hin zu ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für Stadt und Land Salzburg sowie für den Wirtschaftsstandort Österreich.

“In diesem Jahr war es besonders wichtig, die Entscheidung zu treffen, dass die Festspiele stattfinden können. Es war eine unglaubliche Freude und ein Motor, dass wir spielen konnten. Und es erforderte einen klaren Plan und eine große Portion Mut, sie durchzuführen. Es kamen jeden Tag neue Herausforderungen hinzu" berichtete sie. Sie machte den Frauen Mut und betonte, wie wichtig es sei, mutig zu sein, nachzudenken, Entscheidungen zu treffen und keine Angst vor dem Scheitern zu haben. Vor allem Frauen bremse das immer wieder. Fehlentscheidungen solle man aber nicht nur negativ sehen, sondern auch als Chance zur Verbesserung. "Frauen müssen mutiger und sichtbar werden und stärker zusammenhalten. Konkurrenzdenken ist fehl am Platz. Wichtig ist, die weibliche Gemeinschaft zu stärken."

Kunst und Kultur berühren

Die gebürtige Salzburgerin und promovierte Juristin selbst blickt auf einen spannenden und abwechslungsreichen Lebenslauf zurück. Nach ihrem Doktorat begann sie ihre journalistische Laufbahn in Wien. Zunächst war sie bei "Die Presse" und der Wochenpresse tätig, dann beim Kurier. Acht Jahre später kehrte sie nach Salzburg zurück und wurde Miteigentümerin des familiengeführten Modehauses in der Salzburger Altstadt. Sie war als erste Frau Präsidentin der Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Salzburg und parallel dazu Nationalratsabgeordnete für die ÖVP sowie auch deren Bundesobmann-Stellvertreterin. 

Seit 1994 bekleidet sie das Amt der Präsidentin der Salzburger Festspiele. Vor kurzem wurde sie in dieser Funktion für eine siebente Periode bis Ende 2021 verlängert. Eigentlich war sie fest entschlossen, Ende 2020 aufzuhören. "Als ich sah, dass wir nur ein reduziertes Programm machen können und der Großteil des Jubiläumsprogramms im nächsten Jahr stattfinden wird, stimmte ich dem Intendanten Markus Hinterhäuser zu, der mich bat, ihn jetzt nicht im Stich zu lassen", erzählte Rabl-Stadler. "Ich finde es wunderschön, wenn man bei den Festspielen in der Pause ein Gläschen Sekt trinken kann, sich schön anzieht und Leute aus der ganzen Welt trifft. Dieses Gemeinschaftserlebnis konnten wir heuer leider nicht bieten. Ich glaube jedoch fest daran, dass Kunst und Kultur unser Herz und unsere Seele berühren können."

Impressionen zur Veranstaltung: Klicken Sie sich durch

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    Über 70 interessierte Damen aus der Steiermark lauschten den Worten von Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.

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    Als Location diente das Restaurant nullneun im MP09 in Graz.

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    Die Veranstaltung fand mit zugewiesenen Sitzplätzen und ausreichend Abstand und Sicherheit statt.

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    Regionalleiterin Sabine Skorka begrüßte die exklusive Runde.

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    Helga Rabl-Stadler wurde am 11. November 1994 zur Präsidentin der Salzburger Festspiele ernannt und legte alle politischen Ämter nieder. In die Zeit ihrer Präsidentschaft fallen die größten Erfolge im Sponsoring und eine umfassende Renovierung und Modernisierung der Festspielhäuser.

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    Sie hat 2020 – in Zeiten von Corona – das 100-jährige Jubiläum der Festspiele mit viel Engagement bravourös über die Bühne gebracht, wofür sie im In- und Ausland große Anerkennung erfuhr.

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    Dafür wurde sie auch mit dem Sonderpreis des Nestroy 2020 ausgezeichnet. Sie sei wie Odysseus in der Straße von Messina durchgesegelt, während alle Theatermacher im In- und Ausland geschaut haben, was in Salzburg passiert, so die Jury.

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    Helga Rabl-Stadler mit Sabine Skorka (v.l.).

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    Nach dem Vortrag blieb noch Zeit für Fragen aus der Runde.

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    Gastgeberin Sabine Skorka (Mitte) mit ihren Kolleginnen aus dem Bankhaus Spängler Elisabeth Kastler (Family Management, links) und Sonja Pölzl (Private Banking Graz, rechts).

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