• Aktienmärkte erholen sich trotz geopolitischer Belastungen
  • Bankhaus Spängler präsentiert aktuelles Kapitalmarktupdate

     

(11.05.2026, Salzburg) – „Der Iran-Krieg hält die Märkte weiter in Atem – und dennoch haben Aktien in den letzten Wochen ein starkes Comeback hingelegt." Das sagt Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management im Bankhaus Spängler, im aktuellen Kapitalmarktupdate der ältesten Privatbank Österreichs. Während die Inflation steigt und die Konjunktur zunehmend unter Druck gerät, treiben KI-Euphorie und eine starke Berichtssaison die Kurse. „Die Frage ist, wie lange sich die Märkte über die geopolitische Realität hinwegsetzen können", ergänzt Portfoliomanager Daniel Briesemann.

 

Wachstumsprognosen nach unten korrigiert

Die wirtschaftlichen Folgen des seit Anfang März andauernden Iran-Kriegs – vor allem die Schließung der Straße von Hormus – machen sich zunehmend bemerkbar. Viele Unternehmen berichten von höheren Lieferzeiten und steigenden Kosten. Der IWF hat seine Erwartung für das globale Wirtschaftswachstum 2026 gegenüber der Jänner-Schätzung um zwei Zehntel auf 3,1 Prozent zurückgenommen. „Die Eurozone trifft die Energiepreiskrise besonders hart", erklärt Briesemann. „Frühindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes und der Ifo-Index deuten auf eine weitere Verlangsamung im Jahresverlauf hin. Für die USA und China fällt die Korrektur moderater aus.”

 

Inflation: Preise klettern wieder nach oben

Gestiegene Energiepreise – allen voran bei Öl, Benzin, Diesel und Kerosin – sowie teurere Düngemittel treiben die Inflation spürbar nach oben. In der Eurozone kletterte die Teuerungsrate im April auf 3,0 Prozent, den höchsten Wert seit zweieinhalb Jahren. In den USA lag sie bereits im März über 3,0 Prozent. „Sollte die Straße von Hormus länger gesperrt bleiben, könnten die Inflationserwartungen in der Eurozone bald die 4-Prozent-Marke erreichen", warnt Dürnberger.

 

Notenbanken vor schwieriger Abwägung

Sowohl EZB als auch Fed haben bei ihren jüngsten Sitzungen Ende April die Zinsen unverändert gelassen. Die EZB hat jedoch für die Juni-Sitzung eine Zinserhöhung signalisiert – der Markt rechnet heuer noch mit insgesamt drei Anhebungen. Bei der Fed steht derweil ein Führungswechsel bevor: Jerome Powell übergibt Mitte Mai das Ruder an Kevin Warsh, der von US-Präsident Trump mit der Erwartung von Zinssenkungen ernannt wurde. „Ob sich Zinssenkungen im aktuellen Inflationsumfeld durchsetzen lassen, ist mehr als fraglich", so Briesemann. „In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die Unabhängigkeit der Fed ernsthaft in Gefahr gerät."

 

Anleihen unter Druck, Aktien erholen sich

An den Anleihemärkten haben steigende Renditen die Kurse belastet. Die zehnjährigen deutschen Bundesanleihen überstiegen im Zuge des Iran-Kriegs die 3-Prozent-Marke und kletterten zeitweise auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Auch zehnjährige US-Staatsanleihen bewegten sich in Richtung 4,5 Prozent – getrieben von wachsender Staatsverschuldung, veränderten Zinserwartungen und dem Abzug ausländischer Investor:innen. An den Aktienmärkten wurden die Verluste vom März hingegen weitgehend aufgeholt: Emerging Markets und US-Aktien erreichten sogar neue Rekordhochs. „Die Märkte schauen offenbar durch den Krieg hindurch – gestützt von einer wieder aufgeflammten KI-Euphorie und positiven Unternehmenszahlen", erklärt Dürnberger. 

 

Starke Berichtssaison – vorerst

In den USA haben mittlerweile knapp zwei Drittel der S&P-500-Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt – und diese fallen überwiegend positiv aus: Rund 73 Prozent übertrafen beim Umsatz die Erwartungen, beim Gewinn waren es sogar 81 Prozent. In Europa präsentiert sich die Berichtssaison deutlich verhaltener, mit positiven und negativen Überraschungen zu etwa gleichen Teilen. „Der Iran-Krieg hat sich in den Zahlen bislang noch kaum niedergeschlagen. Mit zunehmender Kriegsdauer dürften aber Bremsspuren sichtbar werden", gibt Briesemann zu bedenken.

 

Ausblick: Chancen und Risiken halten sich die Waage

Das Basisszenario des Bankhaus Spängler geht von moderatem Wirtschaftswachstum, einer nur vorübergehend erhöhten Inflation in Europa, weiteren Zinssenkungen in den USA und moderat steigenden Unternehmensgewinnen aus. Als wesentliche Risiken nennen die Experten die Geopolitik, eine deutlich stärker anziehende Inflation, steigende Staatsschulden, den möglichen Verlust der Fed-Unabhängigkeit sowie ambitionierte Bewertungen. Auf der anderen Seite stehen mögliche Chancen: ein Ende des Iran-Krieges, eine Entspannung in der Ukraine, sinkende Energiekosten und Produktivitätsgewinne durch künstliche Intelligenz.

Download

Über das Bankhaus Spängler

Das Bankhaus Spängler ist eine unabhängige Privatbank mit seinem Stammhaus in Salzburg und weiteren Standorten in Wien, Linz, Zell am See, Kitzbühel, Innsbruck und Graz. Die älteste Privatbank Österreichs wurde im Jahr 1828 gegründet und befindet sich - mittlerweile in der siebten Generation - in reinem Familienbesitz. Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit stehen Kund:innen mit Privatvermögen, Familienunternehmen und Stiftungen, die hohe Erwartungen an die Beratung haben. Im Bankhaus Spängler sind knapp 300 Mitarbeiter:innen beschäftigt, das verwaltete Vermögen an Einlagen, Krediten und Wertpapieren beträgt mehr als 11,6 Milliarden Euro.

Im Sinne des Anspruchs “Best in Family Banking” erfolgt eine umfassende und ganzheitliche Betreuung: Teams aus verschiedenen Fachbereichen erarbeiten erstklassige Vermögens- und Finanzierungskonzepte.

Unter dem Dach des “Family Management” bietet das Bankhaus Spängler maßgeschneiderte Beratungsleistungen für Familienunternehmen. Die Expert:innen begleiten generationenübergreifende Nachfolgeprozesse, unterstützen bei der Entwicklung einer Familienstrategie, erarbeiten eine langfristige Eigentümervision.

Die Spängler M&A GmbH (Mergers & Acquisitions) berät beim Kauf- oder Verkauf von Unternehmen und bietet begleitende Unterstützung bei sämtlichen Schritten der Akquisition bis zum erfolgreichen Abschluss.

Die Spängler Immobilien GmbH vermittelt für ihre Kund:innen An- und Verkäufe von Wohn- und Anlageimmobilien im gehobenen Preissegment. Als 100-prozentige Tochter des Bankhauses Spängler verfügt das Unternehmen über erstklassige Kontakte und bietet diskreten Zugang zu Premium-Immobilien.

Die Spängler Institutional GmbH ist eine nach § 3 WAG 2018 konzessionierte Wertpapierfirma und ein Tochterunternehmen des Bankhaus Spängler. Es steht für maßgeschneiderte Lösungen, welche auf die individuellen Bedürfnisse institutioneller Kunden zugeschnitten sind und mit hoher Flexibilität implementiert werden können. In der Umsetzung und bei der Auswahl von Instrumenten wird ein besonderes Augenmerk auf Kosteneffizienz gelegt.

Wichtige Hinweise

Die hier dargestellten Angaben dienen trotz sorgfältiger Recherche ausschließlich der unverbindlichen Information und ersetzen nicht eine, insbesondere nach rechtlichen, steuerlichen und produktspezifischen Gesichtspunkten notwendige, individuelle Beratung für etwaig darin beschriebene Finanzinstrumente. Die Information stellt weder ein Anbot noch eine Einladung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar und dient insbesondere nicht als Ersatz für eine umfassende Risikoaufklärung.

Jede Anlage in Wertpapieren ist mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden. Insbesondere können Kursschwankungen, Zinsänderungen und Bonitätsverschlechterungen des Emittenten den Wert, Kurs oder Ertrag des Wertpapiers negativ beeinflussen. Bei Veranlagung in fremder Währung entsteht zusätzlich ein Währungsrisiko, welches sich ertragsmindernd oder ertragserhöhend auswirken kann. Lassen Sie sich daher ausführlich von einem Wertpapierberater über diese Risiken informieren.

Alle Informationen, Meinungen und Einschätzungen in diesem Dokument geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers bzw. der Verfasser zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich jederzeit ohne Vorankündigung - insbesondere im Hinblick auf künftig anwendbare regulatorische Neuerungen (EUVerordnungen und nationale Gesetze etc.) zum Thema Nachhaltigkeit - ändern. Die dargebrachten Meinungen spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft wider. Die Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft ist nicht dazu verpflichtet, dieses Dokument zu aktualisieren, zu ergänzen oder abzuändern, wenn sich ein in diesem Dokument genannter Umstand, eine enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. Die Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Genauigkeit der hierin enthaltenen Informationen, Druckfehler sind vorbehalten. 

Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse und unterliegt daher weder den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der  Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen noch dem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Zuständige Aufsichtsbehörde: Österreichische Finanzmarktaufsicht, Otto-Wagner-Platz 5, 1090 Wien.

Pressekontakt

Browser wird nicht unterstützt

Unsere Website kann von Ihrem Browser leider nicht aufgerufen werden, da dieser nicht mehr unterstützt wird.
Aktualisieren Sie bitte Ihren Browser, um die Website anzuzeigen und ein besseres und sicheres Online-Erlebnis zu haben.

Online Banking öffnen

Kontakt

Stammhaus Salzburg
Schwarzstraße 1
5020 Salzburg
+4366286860
bankhaus@spaengler.at