Coronavirus: Wirtschaftliche Auswirkungen noch nicht vollumfänglich abschätzbar

Das Coronavirus breitet sich aus. Vor diesem Hintergrund setzen sowohl Regierungen als auch Notenbanken weitreichende Maßnahmen. Da die wirtschaftlichen Auswirkungen noch nicht vollumfänglich abschätzbar sind, überwiegt aktuell die Unsicherheit. Das sind keine guten Vorzeichen für risikobehaftete Vermögenswerte.

Das Coronavirus wird sich in den kommenden Wochen weiter ausbreiten, wobei Social-Distancing-Maßnahmen in der westlichen Welt erst spät eingeführt werden. Wir erwarten weitere Maßnahmen in den kommenden Tagen und Wochen. Die westliche Welt ist ungenügend vorbereitet, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen (insbesondere auch was Tracing-IT betrifft), im Gegensatz zu einer Reihe asiatischer Länder (China, Taiwan, Südkorea und Vietnam).

Anders als die derzeit verfügbaren Wirtschaftsdaten, die einen verzögerten Blick auf die Wirtschaft bieten und außerhalb Chinas noch keine signifikante Schwäche zeigen, werden die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) und andere Daten für März und April in Europa und den USA sehr schwach ausfallen. Die jetzt von den Regierungen gesetzten Social-Distancing-Maßnahmen werden sowohl die Produktion als auch den Konsum in derzeit unbekanntem Maß belasten.

Die heute veröffentlichten China-Daten für Februar (Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze) zeigen einen Abschwung, der in etwa den bereits zuvor veröffentlichten PMI-Daten entspricht. Da die Arbeiter in China nach und nach an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, könnten die Daten für März (und mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Daten für April) einen geringeren Abschwung als die Februar-Daten zeigen.

Obwohl der derzeitige Wirtschaftsabschwung der stärkste in der modernen Geschichte sein dürfte, ist es nach wie vor schwer vorstellbar, dass die Weltwirtschaft im Sommer nicht in weiten Teilen wieder in Gang kommt. Für einige Sektoren, wie beispielsweise Reisen und Tourismus, dürften die Schäden aber längerfristiger Natur sein.

Aktivitäten im Spängler Asset Management

Im Spängler Asset Management haben wir in den letzten Tagen unser Risikomanagement konsequent fortgesetzt und eine starke Reduzierung von risikobehafteten Titel (allen voran Aktien) vorgenommen:

DatumDurchgeführte Verkäufe
Feb. 2002 Cie Financière Richemont, BHP Group, Walt Disney, Amadeus IT, Münchener Rück, Becton Dickinson
02.03.2020 adidas, Allianz
04.03.2020 Société Générale, Truist Financial
06.03.2020 JP Morgan, Randstad
09.03.2020 Cummins, Barclays, Japan-ETF
10.03.2020 Henkel
11.03.2020 Fortum, ETFs der EM-Komponente
12.03.2020 Eiffage, Red Electrica, Whirlpool, Alphabet
13.03.2020 SAP, Pernod Ricard, Merck, Kone, Air Liquide
16.03.2020 Automatic Data Processing, Amgen, Fiserv, Intel, Marsh&McLennan, Visa


Tabelle 1: Quelle Asset Management, 16.03.2020 


In Strategien ohne Mindestquoten wurden zudem ETFs verkauft.

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Wichtige Hinweise

Die hier dargestellten Angaben dienen, trotz sorgfältiger Recherche, ausschließlich der unverbindlichen Information und ersetzen nicht eine, insbesondere nach rechtlichen, steuerlichen und produktspezifischen Gesichtspunkten notwendige, individuelle Beratung für die darin beschriebenen Finanzinstrumente. Die Information stellt weder ein Anbot, noch eine Einladung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar und dient insbesondere nicht als Ersatz für eine umfassende Risikoaufklärung. 

Die jeweils gültigen Bedingungen jedes Finanzproduktes und weitere Informationen finden Sie unter www.spaengler.at bzw. beim jeweiligen Produktanbieter. Für Detailauskünfte zu Risiken und Kosten steht Ihnen Ihr persönlicher Berater im Bankhaus Spängler gerne zur Verfügung. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen wurden sorgfältig erarbeitet und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig erachtet werden. 

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