Gold erreicht Mehrjahreshoch

Der Goldpreis konnte in den letzten Wochen markant zulegen. Seit Ende Mai beläuft sich der Preisanstieg auf über 10 Prozent. Damit erreichte der Goldpreis – gemessen in US-Dollar je Unze – erstmals seit dem Jahr 2013 wieder Kurse von über 1.400 US-Dollar. Die Gründe für das positive Momentum sind:

  • Der Richtungsschwenk der führenden Notenbanken hin zu einer abermals gelockerten Geldpolitik in Form niedrigerer Zinsen.
  • Globale politische Spannungen sorgen für Unsicherheit und lassen "sichere Häfen" wie beispielsweise Gold attraktiv erscheinen.

Vor dem Hintergrund eines nachlassenden konjunkturellen Ausblicks haben sowohl die EZB als auch die FED erklärt, mit Zinserhöhungen zu warten bzw. im Falle der US-Notenbank diese wieder zu senken. Die Notenbanken erwarten sich dadurch Rückenwind für die Konjunktur durch steigende Investitionen, einen stärkeren Arbeitsmarkt und erhöhte Konsumbereitschaft.

Die Entwicklung des Goldpreises 

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Grafik 1: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Quelle: Asset Management, Bankhaus Spängler.

 

Dazu Markus Dürnberger, Leiter Asset Management im Bankhaus Spängler: "Durch den taubenhaften Richtungsschwenk der Zentralbanken hat Gold an Attraktivität gewonnen. Sinkende Realzinsen bedeuten geringere Opportunitätskosten für Gold. Wenn es den Notenbanken gelingt, die Inflationserwartungen bei rund 2,00 Prozent zu halten, dann führen Zinssenkungen zu negativen Realzinssätzen – ein Umfeld, das Gold auch in Zukunft unterstützen wird."

Erstmalige Leitzinssenkung seit dem Jahr 2008 in Aussicht gestellt

Anfang Juni lieferten sich die EZB und die US-Notenbank ein Kopf-an-Kopf Rennen um den zukünftigen geldpolitischen Ausblick. FED-Chairman Jerome Powell stellte für Juli eine erstmalige Leitzinssenkung seit dem Jahr 2008 in Aussicht. Auch EZB-Präsident Draghi versicherte, dass die EZB sowohl ein erneutes Anleihenkaufprogramm als auch weitere Leitzinssenkungen ins Auge fassen könnte, sollten es die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern. Auch die Zentralbanken in Australien, Indien und Russland hatten zuletzt geldpolitische Lockerungen vorgenommen.

"Sollte die FED im Juli von einer Leitzinssenkung Abstand nehmen, wird der Goldpreis negativ reagieren. Die Märkte preisen bis Jahresende bereits drei Leitzinssenkungen ein. Avisiert die FED aber lediglich zwei Leitzinssenkungen bis Jahresende, dann besteht Potenzial für kurzfristige Enttäuschungen", so Dürnberger.

Die Goldkomponente im Spängler Asset Management 

"Wir haben bereits Anfang des Jahres unsere Goldkomponente schrittweise erhöht. Unseren regelbasierten Investmentansatz führen wir auch bei der Zusammensetzung unseres Alternativen Investment-Portfolios aus", hält Markus Dürnberger fest.

Im Spängler Asset Management stellt Gold einen elementaren Bestandteil der Alternativen Investment-Komponente dar. Aktuell beträgt die Goldquote ca. 20 Prozent. Sollte sich der Aufwärtstrend in den kommenden Wochen bestätigen, wird dieser Anteil weiter ausgebaut werden.


Wichtige Hinweise

Bei den Prognosen handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die hier dargestellten Angaben dienen, trotz sorgfältiger Recherche, ausschließlich der unverbindlichen Information und ersetzen nicht eine, insbesondere nach rechtlichen, steuerlichen und produktspezifischen Gesichtspunkten notwendige, individuelle Beratung für die darin beschriebenen Finanzinstrumente. Die Information stellt weder ein Anbot, noch eine Einladung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar und dient insbesondere nicht als Ersatz für eine umfassende Risikoaufklärung. Die jeweils gültigen Bedingungen jedes Finanzproduktes und weitere Informationen finden Sie unter www.spaengler.at bzw. beim jeweiligen Produktanbieter. Für Detailauskünfte zu Risiken und Kosten steht Ihnen Ihr persönlicher Berater im Bankhaus Spängler gerne zur Verfügung. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen wurden sorgfältig erarbeitet und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig erachtet werden. Alle Informationen, Meinungen und Einschätzungen in diesem Dokument geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers bzw. der Verfasser zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern. Die dargebrachten Meinungen spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft wider. Die Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft ist nicht dazu verpflichtet, dieses Dokument zu aktualisieren, zu ergänzen oder abzuändern, wenn sich ein in diesem Dokument genannter Umstand, eine enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. Die Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Genauigkeit der hierin enthaltenen Informationen, Druckfehler sind vorbehalten.