Wussten Sie, dass mit dem Bankhaus Spängler einige wirtschaftliche Meilensteine in Österreich verbunden werden?

Das Bankhaus Spängler hat schon einige Wirtschaftskrisen erfolgreich gemeistert. In diesen Zeiten ergaben sich Chancen, die das Bankhaus zum allgemeinen und zum eigenen Wohl nutzte – um die Wirtschaft und den Tourismus anzukurbeln und damit auch das eigene Geschäft zu stärken.

Visionäre Projekte in Krisenzeiten

Ein gutes Beispiel ist die Zwischenkriegszeit von 1918 bis 1938. Damals wurden im Land Salzburg visionäre Projekte realisiert, allen voran die Großglockner Hochalpenstraße und die Schmittenhöhebahn in Zell am See. Diese Pionierleistungen sind untrennbar mit einem Namen verbunden: Landeshauptmann Franz Rehrl (1890–1947). Aber auch Carl Spängler (1894–1971) war nicht unwesentlich daran beteiligt. Rehrl und Spängler waren fast gleich alt, hatten ähnliche Interessen – unter anderem Automobile – und waren durch eine Freundschaft verbunden. Von ihrem Engagement profitiert Salzburg noch heute.

Impressionen zum Durchklicken

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    Um Wirtschaft und Tourismus anzukurbeln, finanzierte das Bankhaus Spängler den Bau der Großglockner Hochalpenstraße (1922–1935), einer der wichtigsten Hochgebirgsstraßen Europas.

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    Landeshauptmann Franz Rehrl bei der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße. Vom Engagement von Franz Rehrl und Carl Spängler profitiert Salzburg noch heute.

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    Erstbefahrung der Glocknerstraße im Jahr 1934, am Steuer Landeshauptmann Franz Rehrl, daneben Franz Wallack (Bild: Archiv der Großglockner Hochalpenstraße).

  • 2007 bs pic Carl Spaengler

    Carl Spängler galt auch als treibende Kraft für den Bau der Schmittenhöhebahn.

  • 2007 bs pic Freifahrtsausweis Carl Spaengler Schmittenhoehe

    Als Dank für seinen Einsatz erhielten Carl Spängler und seine Frau einen Freifahrtsausweis auf Lebenszeit.

  • 2007 bs pic Festschrift Eroeffnung Schmittenhoehebahn 1927

    Im Jahr 1927 wurde die Schmittenhöhebahn eröffnet (Bild: Archiv Bankhaus Spängler).

  • 2007 bs pic Gruendungsaktie Schmittenhohebahn 1928

    Gründungsaktie der Schmittenhöhebahn von 1928 mit der Unterschrift von Carl Spängler.

  • 2007 bs pic Carl Spaengler Betriebsausflug

    Carl Spängler beim Spängler-Betriebsausflug auf der Schmittenhöhe im Jahr 1948 (Foto: Hagen Bilderdienst).

  • 2007 bs pic Gaisbergstrasse

    Spängler beteiligte sich an der Finanzierung des Flusskraftwerks Bärenwerk in Fusch und der Gaisbergstraße, der ersten Straße Österreichs, die nur touristischen Zwecken diente.

Krisen und ihre Chancen

Nach dem Ersten Weltkrieg litt Österreich unter einer schweren Wirtschaftsflaute und steigender Arbeitslosigkeit. Ab 1929 kam die Weltwirtschaftskrise noch dazu. Es gab aber Lichtblicke – allen voran den Tourismus. Deshalb forcierte Landeshauptmann Rehrl ab 1922 Vorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur, die zusätzliche Gäste und Devisen ins Land bringen und Arbeitsplätze schaffen sollten. Damit kam Rehrl der „New-Deal-Politik“ in den USA um mehr als ein Jahrzehnt zuvor.

Unterstützung durch das Bankhaus Spängler

Das Bankhaus nahm unter Carl Spängler regen Anteil an Rehrls weitblickenden Projekten. Es stellte Bankverbindungen für den Bau der Großglockner-Hochalpenstraße (1922–1935), einer der wichtigsten Hochgebirgsstraßen Europas, und für die Planungsphase der Tauernkraftwerke Kaprun (ab 1928). Außerdem beteiligte es sich an der Finanzierung des Flusskraftwerks Bärenwerk in Fusch (1920–1924) und der Ausflugsstraße auf den Gaisberg (1928–1929). Das Bärenwerk zählte zu den ersten großen Kraftwerken Salzburgs. Die Gaisbergstraße war die erste Straße Österreichs, die nur touristischen Zwecken diente.

Carl Spängler als treibende Kraft für den Bau der Schmittenhöhebahn

Besonderen Einsatz zeigte Carl Spängler für den Bau der Schmittenhöhebahn in Zell am See (1924–1927), einer der ersten Seilbahnen Österreichs. So heißt es in der Festschrift zur Eröffnung der Schmittenhöhebahn: „Oft […] hatten wir schon den ganzen Plan beinahe aufgegeben. Immer aber wieder griffen wir zum Projekt, wozu uns auch unsere Freunde Carl Spängler jun., Willy Schandlbauer [u.a.] veranlaßten.“ In Carl Spänglers Lebenslauf ist zu lesen: Es war „die Initiative Spänglers, die die Ausführung des für die Entwicklung des Fremdenverkehrs Salzburgs so wichtigen Projektes ermöglichte. Seine Firma übernahm den Hauptteil des damit verbundenen finanziellen Risikos und brachte vom erforderlichen Aktienkapital 65% auf.“

Franz Rehrls und Carl Spänglers Projekte waren geprägt von unternehmerischer Fantasie, Gespür für die Zeichen der Zeit und Sinn für das ökonomisch Machbare. Das ermöglichte die Durchsetzung weitblickender Ideen. Viele Beispiele, etwa die Gründung der Kapitalanlagegesellschaft und des Family Office sowie der Tochterunternehmen Spängler M&A GmbH und Spängler Immobilien GmbH zeigen, dass diese Stärken das Bankhaus Spängler seither und bis heute begleiten.