US-Dollar (USD)

Der US-Dollar hat sich gegenüber dem Euro lange Zeit in einer Handelsspanne zwischen 1,15 und 1,20 bewegt. Im Jänner war er kurzzeitig aus dieser nach oben ausgebrochen. Denn wegen der erratischen US-Zoll- und Außenpolitik wurde der Status des Dollars als Weltleitwährung in Frage gestellt. Zudem attackierte US-Präsident Trump vielfach die US-Notenbank Fed und forderte von ihr deutlich niedrigere Zinsen, was zu Sorgen über deren Unabhängigkeit führte. Viele Anleger:innen suchten Alternativen zum Dollar. Mit Beginn des Iran-Krieges änderte sich aber auch für den Dollar die Lage abrupt. Auf einmal war der Dollar wieder als sicherer Hafen gefragt und wertete spürbar auf. Denn die USA sind Selbstversorger von Öl und Gas und daher von der Energiekrise weniger betroffen als europäische und asiatische Länder. Nach einem möglichen Kriegsende könnte der Dollar allerdings wieder auf seinen Abwertungspfad zurückkehren. Denn dann dürften die vormals belastenden Faktoren wieder in den Vordergrund rücken. Insbesondere der Wechsel an der Spitze der Fed zu einem Trump-loyalen Vorsitzenden rückt dabei die politischen Risiken und damit verbunden Zinssenkungsforderungen wieder in den Fokus.

EUR/USD-Entwicklung (Grafik 1) — Zu Grafik 1: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Quelle: FactSet, Stand: 13.04.2026 Zu Tabelle 2: Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: FactSet, Stand: 13.04.2026

Britisches Pfund (GBP)

Das Britische Pfund hat sich gegenüber dem Euro in den vergangenen Monaten unter Schwankungen weitgehend seitwärts entwickelt. Mit Beginn des Iran-Krieges haben die Marktteilnehmer:innen zwar ihre Zinserwartungen an die Bank of England stark nach oben korrigiert, da die ohnehin schon hohe Inflation in Großbritannien durch die gestiegenen Energiepreise noch weiter anziehen könnte. Höhere Zinsen lassen sich angesichts der angeschlagenen Staatsfinanzen, dem hohen Haushaltsdefizit und der schon vor dem Krieg schwächelnden Wirtschaft aber kaum durchsetzen. Zudem ist fraglich, ob die geplanten Steuererhöhungen zum Ausgleich des Haushalts umgesetzt werden können. Daneben gibt es politische Risiken, da der amtierende Premierminister stark unter Druck steht. Dies spricht einerseits gegen eine deutliche Aufwertung des Britischen Pfundes gegenüber dem Euro. Da jedoch auch der Euro mit Problemen kämpft, dürfte das Pfund andererseits nicht wesentlich abwerten.

EUR/GBP-Entwicklung (Grafik 2) — Zu Grafik 2: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Quelle: FactSet, Stand: 13.04.2026 Zu Tabelle 2: Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: FactSet, Stand: 13.04.2026

Schweizer Franken (CHF)

Der Schweizer Franken hat in den ersten Monaten des Jahres gegenüber dem Euro nochmals deutlich aufgewertet. Denn er bleibt ein sicherer Hafen in den aktuell unsicheren Zeiten. Zudem profitiert der Franken von den Sorgen über eine ausufernde Staatsverschuldung in einigen Industrienationen, während in der Schweiz eine Schuldenbremse greift. Allerdings hat die Franken-Stärke die Schweizerische Nationalbank (SNB) auf den Plan gerufen. Sie hat in den vergangenen Wochen deutlich kommuniziert, am Devisenmarkt zu intervenieren, sollte der Franken noch weiter aufwerten. Vor erneuten Negativzinsen scheint sie allerdings zurückzuschrecken. Die verbale Interventionsdrohung der SNB und die Energiekrise im Zuge des Iran-Krieges haben zuletzt zu einer Korrektur des Frankens geführt. Denn auch die Schweizer Wirtschaft leidet unter den hohen Energiepreisen. Nach dem Krieg könnte sich der Euro wieder erholen und der Franken entsprechend weiter nachgeben.

EUR/CHF-Entwicklung (Grafik 3) — Zu Grafik 3: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Quelle: FactSet, Stand: 13.04.2026 Zu Tabelle 3: Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: FactSet, Stand: 13.04.2026

Japanischer Yen (JPY)

Nachdem der Japanische Yen im vergangenen Jahr deutlich abgewertet hat, hat er sich heuer gegenüber dem Euro auf sehr niedrigem Niveau seitwärts entwickelt. Gegenüber dem US-Dollar hat er zuletzt wieder nachgegeben. Die japanische Wirtschaft wird von den hohen Energiepreisen ebenfalls belastet, da Japan ein großer Energie-Importeur ist. Dagegen steigt die Verschuldung Japans weiter, auch weil die Wirtschaft durch Fiskalmaßnahmen gestützt wird. Die in den letzten Monaten etwas anziehende Inflation gibt der Bank of Japan zu denken und sie könnte die Zinsen heuer weiter anheben. Sollte die EZB die Zinsen dagegen unverändert beibehalten und die Fed sie senken, würden die Zinsdifferenzen schrumpfen, wovon der Yen profitieren dürfte. Im Zuge der gestiegenen Anleiherenditen in Japan könnten Vermögenswerte aus dem Ausland repatriiert werden, was dem Yen ebenfalls zugutekommen würde. Zudem hat sich die politische Situation im Land nach den Wahlen stabilisiert.

EUR/JPY-Entwicklung (Grafik 4) — Zu Grafik 4: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Quelle: FactSet, Stand: 13.04.2026 Zu Tabelle 4: Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: FactSet, Stand: 13.04.2026

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Marketingmitteilung
Stand 14.04.2026

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