- Das Regie-Duo Carolin Pienkos und Cornelius Obonya gewährten spannende Einblicke in ihre Arbeit
- Rund 150 Gäste folgten der Einladung des Bankhaus Spängler ins Haus der Ingenieure in Wien
(14.06.2023, Wien) - Wie entsteht eigentlich eine Oper - von der Idee bis zur Premiere? Spannende Antworten auf diese Frage lieferten gestern Abend Carolin Pienkos und Cornelius Obonya. Das bekannte Künstlerehepaar referierte auf Einladung des Bankhaus Spängler in Wien. Die beiden Regionalleiter Jakob Matuschka-Gablenz und Raphael Hartl begrüßten rund 150 geladene Gäste zu dem spannenden Vortrag im Haus der Ingenieure.
“Ganz am Beginn steht das Grundverständnis der Oper und eine Entscheidung über die ästhetische Ausrichtung der Produktion. Danach muss beurteilt werden, nach welcher Bühne das Stück an einem betreffenden Spielort verlangt. Das richtige Team muss zusammengestellt und ein straffer Zeitplan zur Disposition aller Abläufe mit meist Hunderten von Beteiligten erstellt werden”, berichteten die beiden erfahrenen Regisseure über die wichtigsten Schritte im Lauf einer erfolgreichen Opernproduktion.
Fledermaus in der Scala, Zauberflöte in St. Margarethen
Die gebürtige Deutsche und Nestroy-Nominierte Carolin Pienkos und der renommierte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya, ebenfalls Nestroy-nominiert, arbeiten und leben seit mehr als 20 Jahren zusammen. Gemeinsam haben sie erfolgreiche Opernaufführungen wie die "Die Fledermaus" an der Mailänder Scala und die "Die Zauberflöte" im Steinbruch St. Margarethen inszeniert. Die gemeinsame Arbeit sehen sie als Bereicherung: “Wir können permanent an dem, was uns gedanklich beschäftigt, arbeiten und sind uns immer konstruktive Gesprächspartner.”
Wo liegen die größten Herausforderungen in dem Prozess einer Operninszenierung? “Das Team auf die Arbeit ‘einschwören’ sowie das ästhetische und organisatorische Zusammenfügen der ‘Gewerke’ Bühne, Kostüme, Musik und Choreografie - das alles muss bestmöglich klappen”, erklären die Beiden. “Weiters ist natürlich entscheidend: Wie entwickeln die Sängerinnen und Sänger ihre Rolle und wie geht die gesamte Konzeption auf? Dann, in der Premiere, zu sehen, wie das Publikum mit der – hoffentlich gelungene - Premiere mitgeht, das ist das Schönste!”
Porträts der Referenten
Carolin Pienkos wurde in Osnabrück geboren und studierte Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Kulturwissenschaft in Bremen. Nach dem Studium begann sie am Wiener Burgtheater, wo sie vor allem Andrea Breth assistierte.Zeitgleich inszenierte sie ab 2002 im Kasino und Vestibül des Burgtheaters diverse Stücke. Für ihre Uraufführung des Stücks “lieber weit weg” von Gerald Murphy im Vestibül des Wiener Burgtheaters wurde sie 2005 für den „Nestroy-Preis“ in der Kategorie „Bester Nachwuchs/Regie“ nominiert. Seither inszenierte sie u.a. „Romeo und Julia", "Wie es euch gefällt" (W. Shakespeare), "Revanche" (Peter Shaffer). Die Komödie "Der Vorname" (de la Pattelière/Delaporte) und die Uraufführung "c(r)ash" von Rupert Henning waren herausragende Produktionen im stadtTheater walfischgasse in Wien, wo sie von 2012 - 2014 zur Spielleiterin bestellt wurde. Eine weitere wichtige Arbeit am Akademietheater in Wien war 2016 „Coriolan“ von W. Shakespeare. Erste Opernregie führte sie zusammen mit Cornelius Obonya bei „Die Fledermaus“ an der Mailänder Scala. Seit 2021 arbeitet sie auch als Drehbuchautorin und Dokumentarfilmerin.
Cornelius Obonya, geboren 1969 in Wien, ging mit 17 Jahren ans Max-Reinhardt-Seminar, um Schauspiel zu studieren, verließ es aber nach einem Jahr wieder und lernte bei dem Kabarettisten Gerhard Bronner. Von 2013 bis 2016 war Cornelius Obonya als Jedermann bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Gemeinsam mit seiner Frau, der Regisseurin Carolin Pienkos, führte der Schauspieler Regie beim Festival „Oper im Steinbruch“ in der Produktion von „Die Zauberflöte“ in St. Margarethen. Zuvor erarbeiteten beide „Die Fledermaus“ an der Mailänder Scala. Weiters war er in zahlreichen TV- und Filmproduktionen zu sehen, zum Beispiel eierte er mit „Adults in the Room“ von Costa-Gavras Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig. Er erhielt mehrere Auszeichnungen u.a. den Ferdinand Raimund-Ring 2019 und war Ö1-Schauspieler des Jahres 2010. Seine Nominierung zum Spezialpreis des "Nestroy-Preis" erhielt er für seine Leistung in "Cordoba - Das Rückspiel" von Florian Scheuba und Rupert Henning.
Über das Bankhaus Spängler
Das Bankhaus Spängler ist eine unabhängige Privatbank mit dem Stammhaus in Salzburg und weiteren Standorten in Linz, Wien, Graz, Kitzbühel, Innsbruck und Zell am See. Gegründet wurde die älteste Privatbank Österreichs im Jahr 1828 und befindet sich nach wie vor in Familieneigentum. Mittlerweile ist bereits die siebte Generation der Familie Spängler in der Bank tätig. Den Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit bilden Privatvermögen und Familienunternehmen. Dabei wird großen Wert auf eine hohe Expertise in der Beratung gelegt.
Unter dem Dach des Family Management bietet das Bankhaus Spängler ein besonderes Spektrum an maßgeschneiderten Beratungsleistungen. Die Experten begleiten generationenübergreifende Nachfolgeprozesse, unterstützen bei der Entwicklung eines Familienkodex, erarbeiten mit Familienunternehmen deren langfristige Eigentümerstrategie oder beraten beim Kauf- oder Verkauf von Unternehmen.
Im Bankhaus Spängler sind über 270 Mitarbeiter beschäftigt, das Kundenvolumen an Einlagen, Krediten und Wertpapieren beträgt rund 9,7 Milliarden Euro. Anfang des Jahres 2018 setzte das Bankhaus Spängler einen großen Schritt in Richtung digitale Zukunft und bietet Anlegern seitdem auch eine “Online-Vermögensverwaltung” an.