Der Salzburger Bankier Dr. Heinrich Wiesmüller ist am 15. April 2026 nach kurzer Krankheit im 90. Lebensjahr verstorben. Über fünf Jahrzehnte – von 1965 bis 2015 – hat er die Entwicklung des Bankhaus Spängler entscheidend mitgeprägt: zunächst als geschäftsführender Gesellschafter, ab 1994 als Sprecher des Vorstandes, ab 1998 als Vorsitzender des Aufsichtsrates und von 2010 bis 2015 als dessen Ehrenvorsitzender.

„Mit Heinrich Wiesmüller verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit. Einen Menschen, der durch klare Sachlichkeit und profundes Wissen ebenso beeindruckte wie durch Herzlichkeit, Offenheit und gelebte Toleranz”, zeigt sich Werner G. Zenz, Sprecher des Vorstands im Bankhaus Spängler, betroffen. Sein typisches Understatement, seine Diplomatie und seine Bescheidenheit brachten ihm viel Sympathie ein. “Als Vordenker und Motivator führte er unser Bankhaus gemeinsam mit seinen Partnern mit Umsicht und Weitblick und entwickelte es nachhaltig und sehr erfolgreich weiter”, so Zenz. 

 

“Er war uns Vorbild für verantwortungsvolles Handeln: stets auf hohem fachlichem Niveau, getragen von gegenseitiger Wertschätzung, Anstand und Redlichkeit”, betont Aufsichtsrat und Aktionär Heinrich Spängler, sein langjähriger Partner in den Führungsgremien des Bankhauses. Gerade die ausgesprochen gute und harmonische Zusammenarbeit bleibt Heinrich Spängler in wertvoller Erinnerung. “Von Anfang an sehr prägend war für mich, und auch das größte berufliche Glück, die Konstellation mit Heinz”. 

Geschäftsführender Gesellschafter bereits in jungen Jahren

Heinrich Wiesmüller hat ein beeindruckendes und überaus erfülltes Leben geführt. Er studierte Rechtswissenschaften in Innsbruck und Wien und war anschließend mehrere Jahre im Salzburger Landesdienst tätig, unter anderem als Sekretär von Landeshauptmann DDr. Hans Lechner. Im Jahr 1965, mit 29 Jahren, trat er als geschäftsführender Gesellschafter in das Bankhaus Spängler ein. Im Zuge der Umwandlung der Bank in eine Aktiengesellschaft im Jahr 1994 wurde er Sprecher des Vorstandes. Ab 1998 war er Vorsitzender des Aufsichtsrates und von 2010 bis 2015 dessen Ehrenvorsitzender.

Großer Einsatz für Wirtschaft, Kunst und Kultur

Heinrich Wiesmüller übte auch leitende Funktionen in wirtschaftlichen Institutionen aus, unter anderem als Vizepräsident des Verbands Österreichischer Banken und Bankiers sowie als Spartenobmann in der Sektion Geld-, Kredit- und Versicherungswesen der Wirtschaftskammer Salzburg. Er fungierte rund 40 Jahre lang mit großer Begeisterung und Überzeugung als Mitglied des Aufsichtsrates der Schmittenhöhebahn AG.

Neben seiner unermüdlichen Tätigkeit für die Bank setzte er sich mit Leidenschaft für Kunst und Kultur in Salzburg ein. Sein jahrzehntelanges Engagement bei den Salzburger Festspielen gipfelte in seiner erfolgreichen Präsidentschaft von 1991 bis 1995. Er war Vorstandsmitglied des Salzburger Kunstvereins, mehr als 35 Jahre Mitglied des Kuratoriums der Internationalen Stiftung Mozarteum und Gründungsmitglied der Internationalen Salzburg Association sowie der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft.

Für sein Wirken hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter das Große Ehrenzeichen des Landes Salzburg und das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

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