US-Dollar (USD)

Der US-Dollar hat heuer gegenüber vielen Währungen aufgewertet, so auch gegenüber dem Euro. Im ersten Quartal gab der Kriegsbeginn im Nahen Osten dem Dollar Auftrieb, da dieser als sicherer Hafen gesucht war. Im zweiten Quartal profitierte der Dollar von Zinserhöhungsspekulationen der Marktteilnehmer:innen. Im Zuge der deutlich gestiegenen Inflation in den USA hatten sich einige Fed-Offizielle, darunter der neue Chef Kevin Warsh, überraschend restriktiv gezeigt. Die Marktteilnehmer:innen hatten daraufhin das Risiko, dass die US-Geldpolitik wegen der möglichen politischen Einflussnahme zu stark gelockert werden könnte, zum Teil ausgepreist. Daneben profitierte der Dollar von einer nach wie vor robusten US-Wirtschaft. Diese wird vor allem vom KI-Boom angetrieben. Die Wirtschaft in der Eurozone leidet dagegen unter den hohen Energiepreisen im Zuge des Iran-Krieges. In den letzten Wochen ist der EUR/USD-Wechselkurs zwar in eine Seitwärtsbewegung eingeschwenkt, eine Dollar-Abwertung hat aber noch nicht eingesetzt. Zu dieser könnte es jedoch kommen, sollten wieder vermehrt Zinssenkungsspekulationen aufkommen, da zum Beispiel die Inflation an Dynamik verliert. Auch die erratische US-Zoll- und Außenpolitik war im letzten Jahr ein Belastungsfaktor für den Dollar.

EUR/USD-Entwicklung (Grafik 1) — Zu Grafik 1: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Quelle: FactSet, Stand: 17.07.2026 Zu Tabelle 1: Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: FactSet, Stand: 17.07.2026

Britisches Pfund (GBP)

Nach einer monatelangen Seitwärtsbewegung hat das Britische Pfund gegenüber dem Euro in den letzten Wochen spürbar aufgewertet. Denn die politische Unsicherheit ist aus dem Markt gewichen, nachdem der bisherige Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt angekündigt hat und eine geordnete Übergabe zu seinem Nachfolger Andy Burnham gelang. Mit dem Wechsel an der Regierungsspitze sind die Probleme des Vereinigten Königreichs jedoch nicht gelöst. Vor allem das hohe Haushaltsdefizit bereitet Sorgen. Und die Staatsausgaben dürften weiter steigen, zumal Burnham im Gegensatz zu Starmer offener für neue Schulden ist. Daher dürften die fiskalischen Sorgen im Jahresverlauf wieder zunehmen, was auf dem Pfund lasten könnte. Dass die Bank of England im Gegensatz zur EZB die Zinsen heuer bislang nicht erhöht hat, hat dem Pfund nicht geschadet. Es hat in den vergangenen Monaten immer wieder von der angestrebten Annäherung Großbritanniens an die EU profitiert. Die weitere Pfund-Entwicklung dürfte stark politisch geprägt sein.

EUR/GBP-Entwicklung (Grafik 2) — Zu Grafik 2: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Quelle: FactSet, Stand: 17.07.2026 Zu Tabelle 2: Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: FactSet, Stand: 17.07.2026

Schweizer Franken (CHF)

Nach einer starken Aufwertungsphase zu Jahresbeginn hat sich der Schweizer Franken gegenüber dem Euro in den letzten Monaten wieder etwas abgeschwächt. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) mehrfach verbal gegen den starken Franken interveniert. Vor tatsächlichen Interventionen am Devisenmarkt oder gar einer erneuten Zinssenkung in den negativen Bereich hat sie aber bislang zurückgeschreckt. Zum anderen hat die EZB die Zinsen im Gegensatz zur SNB erhöht, was aufgrund der Zinsdifferenz für den Euro spricht. Ob die Schwäche des Franken lange anhält, ist jedoch fraglich. Denn die Inflation ist in der Schweiz weiterhin niedriger als in anderen Ländern. Und auch die Staatsverschuldung hält sich in Grenzen, da in der Schweiz eine Schuldenbremse greift. Zudem ist der Franken grundsätzlich als klassischer sicherer Hafen in den nach wie vor unsicheren Zeiten gefragt.

EUR/CHF-Entwicklung (Grafik 3) — Zu Grafik 3: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Quelle: FactSet, Stand: 17.07.2026 Zu Tabelle 3: Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: FactSet, Stand: 17.07.2026

Japanischer Yen (JPY)

Der Japanische Yen bewegt sich gegenüber dem Euro schon seit Jahresbeginn seitwärts auf sehr niedrigem Niveau. Gegenüber dem US-Dollar hat er weiter abgewertet. Die Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) ist verpufft, da sie weiterhin nur sehr zögerlich agiert und von ihr keine klaren Signale für höhere Zinsen kommen. Eine zwischenzeitliche Intervention der BoJ gegen den schwachen Yen hatte keinen nachhaltigen Erfolg. Die hohe und wahrscheinlich weiter steigende Staatsverschuldung Japans ist ein klarer Belastungsfaktor. Sollte die BoJ in den kommenden Monaten jedoch mutiger handeln und auch das Wirtschaftswachstum anziehen, könnte sich dies positiv auf den Yen auswirken. Da die Anleiherenditen in Japan in den letzten Monaten deutlich gestiegen sind, könnten Vermögenswerte aus dem Ausland repatriiert werden, wovon der Yen ebenfalls profitieren könnte.

EUR/JPY-Entwicklung (Grafik 4) — Zu Grafik 4: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Quelle: FactSet, Stand: 17.07.2026 Zu Tabelle 4: Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: FactSet, Stand: 17.07.2026

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Marketingmitteilung
Stand 20.07.2026

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