Das Bankhaus Spängler ist stolz auf seine Niederlassung Wien, die im September 2026 ihren 30. Geburtstag feiert. Weitblick und Mut in der Gründungsphase, Bankdienstleistungen auf höchstem Niveau und die hervorragende Arbeit unserer Mitarbeiter:innen vor Ort haben bis heute große Früchte getragen. Nicht zuletzt freuen wir uns, unseren Wiener Kund:innen einen ganz besonderen Standort im Herzen der Stadt bieten zu können.

Ein besonderer Standort

Am überaus zentralen Standort des Churhauses (auch „Curhaus“ geschrieben) direkt neben dem Stephansdom befanden sich im Mittelalter die Wiener Dombauhütte und die älteste Wiener Bürgerschule. Das jetzige Gebäude wurde 1738 bis 1740 errichtet und 1806 aufgestockt. Es beherbergt heute Einrichtungen der Erzdiözese Wien, Räume der Dompfarre, Wohnungen für den Dompfarrer und die Curpriester, weitere kirchliche Einrichtungen und eingemietete Geschäftslokale.

Durch ein barockes Portal, das von einem erzbischöflichen Wappen und zwei allegorischen Figuren bekrönt ist, gelangt man vom Stephansplatz in die Niederlassung. Zuvor hatte sich hier ein exklusives Schmuckgeschäft befunden. Die Räume wurden durch den Salzburger Architekten Matthias Mulitzer in gediegener Form für den Bankbetrieb adaptiert, 1996 zunächst nur im Hochparterre und danach bis 2010 schrittweise auch im ersten Stock. Mulitzer stattete die Niederlassung mit eleganten Maßmöbeln aus. Die künstlerische Ausstattung wurde von Eva Spängler ausgewählt.

Hintergründe der Niederlassungsgründung

Über Jahrzehnte hatte das Bankhaus Spängler nur im Bundesland Salzburg Filialen. Der Geldwechsel für Tourist:innen war dort neben dem Spar-, Kredit- und Anlagegeschäft von großer Bedeutung. 1989 „wagte“ die Bank erstmals den Schritt über die Landesgrenzen hinaus nach Kitzbühel, was sich bald bewährte.

Die Niederlassung Wien war die zweite außerhalb Salzburgs. Ihre Gründung im Jahr 1996 ergab sich durch eine günstige Gelegenheit. Heinrich Spängler erhielt den Hinweis, dass der Juwelier Novotny im Churhaus am Stephansplatz aufhören und sein Geschäftslokal frei werden würde. Er erinnert sich: 

Wir haben das Objekt gesehen und wussten: Das ist es!“

Mehrere Gründe sprachen für den Schritt in die Bundeshauptstadt: Wien ist der größte Markt für private und institutionelle Anlagekund:innen in Österreich. Nach dem erfolgreichen Start der Spängler-KAG (der ersten österreichischen KAG außerhalb Wiens), der Auflage eigener Fonds und dem Aufbau der hauseigenen Vermögensverwaltung in den 1980er-Jahren war es naheliegend, sich am Wiener Platz zu positionieren. Durch den Wegfall des Eisernen Vorhangs war außerdem zu erwarten, dass die wirtschaftliche Bedeutung Wiens in Europa noch wachsen würde. Nicht zuletzt nahte für das Bankhaus Spängler der Wegfall seines Geldwechselgeschäfts aufgrund der Einführung des Euro. Es erschien sinnvoll, dem durch eine geographische Expansion zu begegnen.

Heinrich Spängler war rund ein halbes Jahr selbst am Stephansplatz anwesend, um die Niederlassung aufzubauen. Er wohnte in dieser Zeit mit seiner Frau Eva in einem Wiener Hotel. (Ein positiver Nebeneffekt war für die beiden, dass sie an den Abenden das reiche Kulturangebot der Stadt nutzen konnten.)

Langer Gang mit rotem Teppichboden führt zu einem Besprechungsbereich mit Tisch und Stühlen.
Büroräume Niederlassung Wien 1996

Zu Beginn kooperierte das Bankhaus Spängler in Wien mit dem Kölner Bankhaus Oppenheim, der damals größten Privatbank Europas. Man gründete das Joint-Venture „Spängler, Oppenheim Vermögensverwaltungs m.b.H.“ – in der das Bankhaus Spängler federführend blieb – und bot die Fonds und Vermögensverwaltungen beider Häuser an. Nach der Eröffnung einer eigenen Niederlassung von Oppenheim in Wien wurde die Kooperation wieder beendet.

Der Fokus der Niederlassung am Stephansplatz lag von Anfang an auf der anspruchsvollen Anlageberatung und Vermögensverwaltung für wohlhabende Privatpersonen und institutionelle Kunden. 

Chronologie

2. September 1996

Eröffnung des Standorts Wien mit dem Motto „Bewahren und Mehren“ durch KR Heinrich Spängler

November 1996

Eröffnungsfeier im großen Festsaal der Wiener Börse

Ende 1996

Übernahme der Niederlassungsleitung durch Ferdinand Pereira und Hans Georg Fraydenegg, auf den Dr. Christoph Kunath folgte.

Oktober 1999

Kauf der Wiener „Dorotheum Bank“ und Umwandlung in eine Filiale als Ergänzung zum Standort Stephansplatz (von 2000 bis 2014 betrieben)

2008

Übernahme der Regionalleitung durch Mag. Wilfried Kantner (zu diesem Zeitpunkt 13 Mitarbeiter:innen, davon 8 am Stephansplatz und 5 in der Dorotheergasse)

2014

Fusionierung der Filiale Dorotheergasse mit dem Standort Stephansplatz

2020/2021

Übernahme der Regionalleitung durch Mag. Jakob Matuschka-Gablenz und Dr. Raphael Hartl, MBA (zu diesem Zeitpunkt 15 Mitarbeiter:innen)

2026

30. Jubiläum der Niederlassung Stephansplatz (22 Mitarbeiter:innen)

Zwei Männer stehen in einem hellen Büro. Beide tragen einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd. Ein Mann hat dunkle Haare und trägt eine hellblaue Krawatte, der andere hat helle Haare und trägt eine dunkelblaue Krawatte. Beide tragen eine Brille und lächeln freundlich.
Dr. Raphael Hartl, MBA und Mag. Jakob Matuschka-Gablenz leiten seit 2020 die Niederlassung Wien

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