US-Dollar (USD)

Die geopolitische Unsicherheit in Europa hat den Euro nochmals unter Druck gebracht und den USD breit unterstützt. Der USD hat bereits eine Zinserhöhung hinter sich und auch die Erwartung der weiteren Zinserhöhungen wurde durch die Ukrainekrise nicht gedämpft. Höhere Zinsen und die Erwartung weiter steigender Zinsen machen den USD attraktiver als den Euro. Wenn sich die Energiepreise wieder normalisieren und auch die kriegerische Auseinandersetzung nachlässt, würden einige Belastungsfaktoren für den Euro verschwinden und die europäische Währung könnte mit kurzfristiger Stärke überraschen. Eine sich etablierende wirtschaftliche Abschwächung in Europa würde jedoch mittelfristig den Euro wieder belasten, da Zinserhöhungsfantasien zum Erliegen kommen.

EUR/USD-Entwicklung (Grafik 1) — Zu Grafik und Tabelle 1: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: Factset, Stand: 18.04.2022

Britisches Pfund (GBP)

Trotz der Konjunkturrisiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine setzt die Bank of England ihre Zinserhöhungen fort. Seit Dezember 2021 hat die Notenbank schon drei Zinsschritte getätigt. Der Kampf gegen die Inflation hat bei den Briten oberste Priorität. Auf kurze Sicht dürfte das Pfund zum EUR unterstützt bleiben. Weitere Zinserhöhungen werden in diesem Jahr folgen. Im Jahresverlauf sollte aber der EUR von der Erwartung baldiger Zinserhöhungen der EZB profitieren können. Da aber bei der EZB nach drei Zinserhöhungen Schluss sein dürfte, während die Bank of England 2023 ihre Geldpolitik weiter straffen wird, dürfte das Pfund zum EUR 2023 wieder zulegen können. Zum USD wird dieses Jahr mit einer mehr oder weniger Seitwärtsbewegung gerechnet, da sowohl die Bank of England als auch die US-Notenbank ähnlich restriktiv vorgehen.

EUR/GBP-Entwicklung (Grafik 2) — Zu Grafik und Tabelle 2: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: Factset, Stand: 18.04.2022

Schweizer Franken (CHF)

Der Krieg in der Ukraine hat die Nachfrage nach dem Schweizer Franken als sicheren Hafen geschürt. Zeitweise ist EUR/CHF sogar unter die Parität gefallen. Allerdings hat die EZB in ihrer Sitzung im März ihren Ausstiegsplan bestätigt. Zudem haben sich Übertreibungen etwas korrigiert, die der Ukraine-Krieg als Schockereignis mit sich gebracht hat. Mit einer Lösung des Ukrainekonflikts ist von einer moderaten Erholung des EUR/CHF auszugehen. Allerdings wird nicht viel Spielraum für deutlich höhere Notierungen in EUR/CHF gesehen. Nächstes Jahr dürfte die Enttäuschung darüber, dass die EZB bereits am Ende ihres Zinserhöhungszyklus angelangt ist, den EUR belasten. Zwar gehen Analysten davon aus, dass auch die Schweizerische Nationalbank ihren Leitzins nicht weiter anhebt, die moderate Inflation und das solide Wachstum dürfte den Franken aber attraktiver erscheinen lassen. 

EUR/CHF-Entwicklung (Grafik 3) — Zu Grafik und Tabelle 3: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: Factset, Stand: 18.04.2022

Japanischer Yen (JPY)

Der Ukraine-Krieg hat zu deutlicher USD-Stärke geführt und damit auch USD/JPY in die Höhe schießen lassen. Anders als in den meisten anderen Währungsräumen reagierten die japanischen Konsumenten bislang auf Preisschocks mit deutlicher Konsumzurückhaltung. Bleibt das so, sollte auch der Energiepreisschock keine sich selbst tragende Inflationsentwicklung auslösen. Die Bank von Japan dürfte mit der jüngsten Geschwindigkeit der Yen-Abwertung nicht zufrieden sein und wird wohl gegensteuern, wenn sich diese fortsetzt. Prinzipiell dürfte ihr aber an einem schwachen Yen gelegen sein. Ihr Ziel wird es sein, die Übertreibung der jetzigen Bewegung zu beenden, aber den Yen auf schwachen Niveaus zu stabilisieren.

EUR/JPY-Entwicklung (Grafik 4) — Zu Grafik und Tabelle 4: Die Angaben basieren auf Vergangenheitswerten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Bei der Prognose handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die angeführten Prognosen beruhen auf angemessenen, durch objektive Daten gestützten Annahmen bezogen auf den oben angeführten Zeitraum. Quelle: Factset, Stand: 18.04.2022

Wichtige Hinweise

Die hier dargestellten Angaben dienen, trotz sorgfältiger Recherche, ausschließlich der unverbindlichen Information und ersetzen nicht eine, insbesondere nach rechtlichen, steuerlichen und produktspezifischen Gesichtspunkten notwendige, individuelle Beratung für die darin beschriebenen Finanzinstrumente. Die Information stellt weder ein Anbot, noch eine Einladung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar und dient insbesondere nicht als Ersatz für eine umfassende Risikoaufklärung.

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